Ratgeber · Shopware 6
Preise und Bestand per Lieferantenliste aktualisieren
Die Produkte sind einmal angelegt – aber jeden Monat kommt eine neue Preisliste, jede Woche eine Bestandsliste. Nur Preise und Bestand sollen sich ändern, Ihre eigenen Texte und Bilder nicht. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es bei regelmäßigen Updates ankommt.
Das Problem: Woran erkennt der Import das Produkt?
Damit ein Update das richtige Produkt trifft, muss der Import es eindeutig wiedererkennen. Der eingebaute Import/Export von Shopware arbeitet dafür mit der internen Produkt-ID. Die steht in keiner Lieferantenliste. In der Praxis heißt das: erst alle Produkte exportieren, die IDs per SVERWEIS in die Lieferantenliste übertragen, dann importieren.
Noch schwieriger wird es, wenn der Lieferant andere Artikelnummern als Ihr Shop verwendet. Dann bleibt meist nur die EAN als gemeinsamer Schlüssel – ein Abgleich über die EAN ist im Standardprofil aber nicht vorgesehen. Genau diese Frage taucht im Shopware-Forum regelmäßig auf.
Nur bestimmte Felder ändern
Beim Update sollen in der Regel nur diese Felder überschrieben werden:
- Verkaufspreis (und ggf. Einkaufspreis),
- Bestand,
- eventuell Lieferzeit oder Status.
Alles andere – Name, Beschreibung, Bilder, SEO-Texte – haben Sie oft selbst gepflegt. Beim eingebauten Import entscheidet das Profil, welche Spalten geschrieben werden. Legen Sie für Updates deshalb ein eigenes, schlankes Profil an, das nur Preis- und Bestandsspalten enthält.
Preisänderungen kontrollieren
Ein Update, das 5.000 Preise auf einmal ändert, sollte man nicht blind einspielen. Die häufigsten Ursachen für falsche Preise:
- Dezimaltrennzeichen falsch gelesen: 12,90 wird zu 1.290.
- Falsche Preisspalte: Einkaufspreis statt Verkaufspreis, netto statt brutto.
- Preis pro Verpackungseinheit statt pro Stück.
Vergleichen Sie vor dem Import stichprobenartig alte und neue Preise. Wenn sich auffällig viele Preise um mehr als die übliche Preiserhöhung ändern, stimmt meistens etwas mit der Datei nicht.
Aus dem Einkaufspreis rechnen
Liefert der Lieferant nur Einkaufspreise, brauchen Sie bei jedem Update dieselbe Kalkulation: z. B. EK × 1,8, auf ,90 gerundet, mindestens 4,90 €. Wer das in Excel macht, muss die Formel bei jeder neuen Liste wieder einbauen – und darf nicht vergessen, dass Shopware den Bruttopreis anders behandelt als den Nettopreis.
Mit Sortimentor
Sortimentor speichert die Zuordnung jedes Lieferanten. Die nächste Datei desselben Lieferanten wird automatisch zugeordnet und aktualisiert standardmäßig nur Preise und Bestand. Vorhandene Produkte werden über die Artikelnummer gefunden und – wenn der Lieferant andere Nummern hat – über die EAN. Preisregeln wie „EK × 1,8, auf ,90 gerundet“ werden mit dem Lieferanten gespeichert. Eine Sicherheitsprüfung warnt, wenn sich viele Preise auf einmal stark ändern, und jedes Update lässt sich 30 Tage lang rückgängig machen.